Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
29. Juli 2018 7 29 /07 /Juli /2018 17:41
Guten Abend,

 

Maureen Stewart (geb. 1939) hat viele Jahre als Lehrerin gearbeitet und ihre Erfahrungen in zahlreichen Jugendbüchern verarbeitet. In ihrem bereits 1997 auf deutsch erschienenen Roman "Speed" schreibt sie über die Gefahren des Drogensums.

 

Zum Inhalt

Clay hat mit Drogen nichts am Hut. Seine Sitznachbarin Carrie, für die der sportliche Schüler schwärmt, allerdings schon. Sie genießt gerne mal einen Joint und führt sich auch andere Substanzen zu. Im Gegensatz zu anderen Schülerinnen und Schülern, die Clay kennt, scheint Carrie ihren Drogenkonsum im Griff zu haben. Immerhin ist sie eine der besten ihres Jahrgangs. Um vor Carrie nicht als Weichei dazustehen, greift Clay zu, als sie ihre Drogen mit ihm teilen möchte.

 

Meine Meinung

"Speed" ist flüssig geschrieben und bietet greifbare Identifikationsfiguren. Obwohl die Handlung an einer australischen Schule spielt, könnte sie sich genauso auch an einer deutschen Schule abspielen. Die Problematik Drogenkonsum ist universell und der Umgang damit anscheinend auch. Betroffene leugnen ihre Abhängigkeit, Alkoholkonsumenten berufen sich darauf, dass ihr "Stoff" legal ist und häufig werden Missstände heruntergespielt oder vertuscht, um sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen. Wie oft im Leben, reagieren die Beteiligten erst dann angemessen, als ein Ernstfall eintritt. All das beschreibt die Autorin sehr anschaulich und spannend. Allerdings ist mir das Ende ein wenig zu einvernehmlich, um nicht zu sagen, süßlich, geraten. Da löste sich die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr in Wohlgefallen auf. Dennoch ist das Buch auch mehr als 20 Jahre nach seinem Erscheinen durchaus lesenswert.

 

Angaben zum Buch

Autorin: Maureen Stewart

Titel: Speed (Originaltitel: "Out of it")

Übersetzer: Hans Ulrich Hirschfelder

Verlag: Ravensburger

125 Seiten, Taschenbuch

ISBN: 3-473-58022-8

Preis: 5,95 Euro

 

Buchbesprechung zu "Speed" von Maureen Stewart
Diesen Post teilen
Repost0

Kommentare